Sind fehlende E-Ladestationen ein Problem?

Wenn das vielfach aufgeführte Argument fehlender Ladestationen den E-Auto Markt tatsächlich behindert, warum kommt dann das Gesetz zur Ladestation in Tiefgaragen eigentlich nicht endlich?

Da sich derzeit vorwiegend Menschen mit höherem Einkommen leisten, ein elektrisches Auto zu fahren, wäre es hilfreich, denen die noch unentschlossen sind, einen weiteren Vorteil zu bieten. Laden des Autos an der privaten Steckdose ist ein schöner Luxus. Ich genieße es, nicht ständig an die Tankstelle fahren zu müssen. Außerdem kann man sich dann den Strom auch über eigene Solarzellen auf dem Dach kostengünstig in das Auto füllen.

Wenn nun ein Recht auf eine Ladesteckdose im Parkhaus, in der Tiefgarage oder auf einem Außenstellplatz bestünde, dann könnten viele Autobesitzer den Umstieg wagen. Wer ein eigenes Haus oder Grundstück hat würde sich über eine Kaufprämie freuen. Die Elektrohandwerker der Region freuten sich dann auch über weitere Aufträge.

Ob es nun immer eine Wallbox oder gar eine Schnellladevorrichtung sein muss, das mag bezweifelt werden. Ich komme mit einem Schuko Stecker meist aus. Sollte ich eine Schnellladung benötigen, dann gibt es ja öffentliche Ladestationen an den ich mal schnell tanken kann. Im letzten Jahr musste ich das übrigens nur zweimal nutzen.

Unterwegs, an Raststätten oder Gasthäusern und Restaurants sind diese schnellen Ladestationen aber durchaus wichtig. Für die paar Kilometer des täglichen Autoverkehrs reichen auch die langsamsten Ladestationen.

Für E-Flugzeuge sieht das sicher noch einmal ganz anders aus. Das erste E-Flugzeug ist ja inzwischen offiziell zugelassen worden.

Gibt es umweltfreundliche Konjunkturpakete?

Eines ist unstrittig. Eine kapitalistische Marktwirtschaft (ja ich weiß, das ist eine Tautologie) kann nur durch wirtschaftliches Wachstum bestehen. Die Grundlage sind schließlich Zinsen auf geliehenes Geld zur Investition. Um die Zinsen erwirtschaften zu können muss der Umsatz steigen.

Dies kann nicht umweltschonend sein, denn mehr zu produzieren als wir zum Leben benötigen verschwendet Ressourcen. Für wirklichen Umweltschutz wäre aber der Schutz der Ressourcen nötig.

Das Konjunkturprogramm 2020 zur Förderung der Wirtschaft in Deutschland hat aber zumindest Ansätze zur Förderung klimaschonenden Verhaltens.
Man kann auch schlecht erwarten, dass Deutschland sein Wirtschaftssystem einfach so verändert. Die soziale Marktwirtschaft erlaubt aber immerhin eine Richtungsvorgabe, den Rest müssten wir Einwohner und Verbraucher dann schon wollen und bestimmen.

So lange wir immer mehr Konsum wollen und Angst davor haben, den heutigen (hohen) Lebensstandard zu verfestigen oder gar etwas zu senken, so lange kann die Umwelt nicht von den Folgen entlastet werden. Hierzu bedarf es aber vermutlich der nächsten Krise, die uns Personen persönlich bedroht. Klimawandel ist dazu noch immer eine zu „unpersönlich“ vorhandene Gefahr.
Auch ich habe das Bestreben, am gewohnten Leben fest zu halten und handle nicht immer umweltgerecht. Wie soll ich aber auch fünfzig Jahre Erfahrung als Bürger in Deutschland einfach ablegen. Ich würde ja einen Teil meiner Selbst verleugnen.

Unerklärliche Vorfälle

Kennen Sie das auch? Man geht ins Bad und die Handtücher liegen auf dem Fußboden.
Ich hebe sie dann auf, hänge sie zurück auf die Halterungen. Nichts Besonderes.

Abends im selben Badezimmer. Die Handtücher liegen wieder am Boden. Ich frage in der Familie nach, wer etwas sachdienliches beisteuern könne. Niemand weiß, wie die Handtücher auf den Boden gelangten. Also erneut aufheben.

Am nächsten Tag, zufällig zusammen mit einem der Kinder im Bad. Die Handtücher? Genau. liegen wieder unten. Ich bitte das Kind, sie aufzuhängen.

Seit einigen Wochen geht das nun schon so. Fast immer wenn ich das Badezimmer betrete sind entweder die Handtücher verschwunden oder liegen auf dem Boden. Ich kann dieses Phänomen einfach nur hinnehmen und hoffen, das nicht schlimmere ungewöhnliche Vorfälle auftreten werden.
Obwohl, auch das Toilettenpapier ist oftmals plötzlich weg. Hier hamstert doch wohl niemand?

Ich glaube es war Terry Pratchett, der in einem seiner Fantasy Romane von Maschinen als Schrauben und Muttern Produzenten geschrieben hatte. Immer wenn man ein Gerät zerlegt, es repariert und wieder zusammensetzt, bleiben am Ende Schrauben und Muttern übrig. Ich kann dies aus eigener Erfahrung bestätigen. Allerdings fehlt mir meist eine der wichtigen Schrauben um das jeweilige Projekt abschließen zu können.

Ein anderes Phänomen, dem ich seit Jahren nicht auf die Schliche komme, ist das Nussnougat Glas. Ich esse selten diese Creme auf Brot, aber ab und zu bekomme ich Lust darauf, gehe zum Küpchenschrank, entnehme das Glas und freue mich auf ein leckeres, ungesund süßes Brot.
Meist ist es dann aber leer. Wieso immer dann? Und warum ist dann auch kein weiteres Glas mehr im Vorratschrank?
Die anderen Familienmitglieder essen übrigens viel öfter diesen Aufstrich. Aber von den Erlebnissen mit leeren Gläsern im Schrank hat noch niemand berichtet.

Gibt es also Geister oder Heinzelfrauchen bei uns?

Keine Abwarackprämie in Deutschland

Das ist eine gute Nachricht. Die Bundesregierung hat aus den zwei Fehlschlägen gelernt und hat die Autohersteller nicht erneut mit einem Konjunkturprogramm belohnt. Zumindest nicht mit einem Programm für alte Benzin verbrennende Autos.
Statt dessen werden E-Autos noch besser gefördert. Das wird sicherlich zum Umdenken bei vielen Autofahrer*innen und Herstellern führen. Ich hätte nicht schlecht Lust. jetzt einfach mal zu unterschiedlichen Händlern zu gehen und mich als Kunde für einen Neuwagen zu präsentieren. Ob ich wohl mittlerweile auch E-Autos vorgestellt bekomme? Vor noch zwei Jahren rieten mir die Verkäufer durchweg davon ab.
Auch viele weitere Konjunktur- und Sozialförderprogramme sind aufgelegt worden. Unter anderem die Senkung der Mehrwertsteuer für ein halbes Jahr. Ein interessanter Ansatz, der sicher zu mehr Umsatz führt. Ich denke aber, dass nun viele Kaufentscheidungen aufschieben bis die Steuersenkung gilt. Dann kurz vor dem Ende der Steuersenkung wird sicher noch auf Vorrat gekauft werden.
Ich hätte es besser gefunden, Gutscheine wie Regionalgeld an die Menschen zu verteilen. Damit könnte gezielt sinnvolle Bereiche der Wirtschaft gestärkt werden. Dadurch, dass jeder Bürger, jede Bürgerin einen Gutschein gleichen Wertes ausgeben könnte würden Menschen mit geringerem Einkommen im Verhältnis stärker unterstützt. Mit einer Mehrwertsteuer Senkung werden die besonders unterstützt, die sich viel und teurere Waren leisten können.

Eine Stärkung regionaler Wirtschaftszweige, mit kurzen Wegen zwischen Produzenten und Kunden, erfolgt so leider wieder nicht. Dabei wären kurze Wege gut für die CO2 Einsparungen und Vermeidung von Verkehr auf den Straßen.

Die Abwrackprämie wird auf Eis gelegt

Aufgrund der Auswirkungen der Corona Epidemie auf die Wirtschaftliche Entwicklung wird in Zypern die Auto-Abwrackprämie auf Eis gelegt.
Ganz im Gegenteil übrigens zu Deutschland, wo immer noch darüber verhandelt wird, wie hoch denn die Förderungen der Automobilindustrie durch den Steuerzahler ausfallen soll.

Wenn wir Steuergelder für Hilfen nach und während der Pandemie ausgeben, dann doch bitte sinnvoll sozial und ökologisch.

Unternehmen, die den Lebensraum zerstören müssen wir nicht am Leben erhalten. Unternehmen, die statt dessen sich neu gründen um Lebensräume und Umwelt zu unterstützen schon.

Wesentlich sind für uns Einwohner aber die Stützen der sozial benachteiligten Menschen. Und einem Harz IV Empfänger nützt eine Autoprämie mit Sicherheit nicht im täglichen Leben. Hier kann dann lieber ein Konsumgutschein für den regionalen Einkauf verteilt werden. Jeder Euro, den wir in unserer direkten Umgebung ausgeben, der kommt auch der persönlichen Umwelt zugute. Selbst wenn damit kein ökologisch sinnvolles Produkt oder Dienstleistung erworben werden sollte.

Die Welt wird sich verändern

welch eine einfallslose Überschrift, denn das tut sie ja immer. Aber derzeit sind die Veränderungen sichtbar, weil so schnell und gewaltig.
Nehmen wir die aktuelle Radio Nachrichten Meldung, dass in den USA letzte Nacht der Rohölpreis ins negative viel. Wie wir es ja schon im Markt der Elektroenergie kennen gelernt haben kann es passieren, das Produzenten keinen Speicherplatz haben. Also werden die Produkte verschenkt oder gar unter Zuhahlung verschenkt.

Ist das nun ein gutes oder schlechtes Zeichen für die Zukunft unserer Lebensumwelt? Schwer zu beantworten, denn einerseits bedeutet dies, dass wesentlich weniger Erdöl verbraucht wird als noch vor wenigen Wochen. Dadurch sind die Schadstoffwerte in den Städten deutlich geringer geworden. Weltweit wird so viel CO2 eingespart wie es kaum vorher möglich schien. Also Grund zur Freude?

Vermutlich nur eingeschränkt, denn die elektrische Energie wird kaum günstiger durch die Virus Pandemie. Sie ist zwar auch an internationalen Märkten gehandelt, aber nicht in so weiten Preisbereichen. Folge kann sein, dass Entwicklungs- und Forschungsarbeit an neuen technischen Lösungen für die Zukunft vernachlässigt werden. Denn zB. E-Autos werden im Vergleich zu Verbrennern im Unterhalt teurer wenn der Spritpreis sinkt.
Zusätzlich stehen, z.B. in Deutschland, die Zeichen in Richtung einer neuen „Abwrackrämie“ für Altautos. Dies soll die heimische Automobilindustrie ankurbeln. Deren Produzenten machen schon jetzt darauf aufmerksam, dass auch (oder insbesondere) Benzinmotoren zu fordern seien. Ein fataler Fehler wie ich meine, denn dadurch verlieren wir Jahre der Entwicklung in eine andere Mobilität.

Letzter Gedanke heute dazu: Wenn man die „Plagen“ der letzten Zeit sich ansieht, dann kommen einem die geringen Kenntnisse über den Inhalt der Bibel wieder in den Sinn. Heuschrecken, Sintfluten, Dürren, Hungersnöte und Seuchen. So wollte der Schöpfer schon öfter die Menschheit bewegen, ihr Verhalten zu ändern.
Nun bin ich kein gläubiger Mensch, aber das sich die Natur gegen uns Menschen irgendwann zur Wehr setzen muss erscheint mir durchaus nachvollziehbar.

Ich wünsche allen einen kühlen Kopf und viel Gesundheit.

Ist die USA noch die Vorzeigedemokratie?

Das wird sich jetzt beweisen. Können sich Gouverneure und Senatoren gegen die Allmachtsvorstellung des Präsidenten wehren? Oder werden wir das Ende einer Demokratie erleben?
Abschottung nach Außen, weltweite Organisationen wie die WHO beschädigen und Alleinherrscher sein wollen. Ich frage mich, ob wir dieses Verhalten bei unserer eigenen Regierungschefin auch dulden würden.
Vermutlich nicht, aber sicher sein kann man sich da leider auch nicht mehr.
Die Amerikaner wollen persönlich frei sein. Diese Freiheit ist Ihnen immer besonders viel Wert. Warum rufen viele von Ihnen dann so vehement nach einem starken, mächtigen Entscheider als Präsidenten?

Trump spricht von einer Meuterei, weil sich einige Bundesstaaten nicht alles gefallen lassen. Ich bin gespannt, wen er dieses Mal dafür verantwortlich macht. Die Chinesen, uns Europäer oder die Mexikaner, die seine Mauer nicht bezahlen wollen. Ihm fällt bestimmt jemand ein, der Schuld an seinen Fehleinschätzungen ist.

Verkehr fürs Klima einschränken?

Ein gutes Interview in unserer Lokalzeitung. NABU und FDP ,eigentlich wegen der Lehren aus Covid Zeit beffragt, diskutiere erneut über die Sinnhaftigkeit der A20 durch SH.

Der Streit zwischen NABU und FDP bezüglich Verkehrsreduzierung durch regionalisierte Wirtschaftskreisläufe ist interssant. Mir stellt sich da die Frage, wer wohl mehr Anhänger hat. FDP oder NABU ?

Weniger Waren über weite Strecken per LKW zu transportieren kann deutliche Unterschiede beim Verbrennen von Diesel bringen. Waren die in der Region erzeugt werden, können also klimafreundlicher zu uns Kunden gelangen. Das hilft dem Klima und meinen kleinen regionalen Unternehmen besonders.

Leider sind die weit transportierten Waren oft billiger. Also müssten wir bereit sein, trotzdem mehr zu bezahlen. Das machen aber zu wenige Verbraucher und nahezu kein Unternehmen. Bleibt die wirtschaftliche Lösung, den Transport teurer zu machen. Zum Beispiel durch höhere Löhne für die Fahrer oder höhere Maut für Langstrecken oder höhere Dieselpreise oder höhere Anforderung an die Motorefizienz der LKW oder….

Ich wünsche mir mehr regionale Wirtschaft. Mein Weg ist dazu die Nutzung regionaler Währung, die natürlich Gutscheine und keine Nationalwährung ist.

Wozu? SUV elektrisch

http://zeitung.shz.de/wilsterschezeitung/2358/article/1115041/34/1/render/?token=72415341671466c24ccd509686ced78a

Na toll. Da baut Audi einen guten Elektromotor, sogar zwei, in ein Oberklasseauto. Mit 2,5 Tonnen und einer Spitzengeschwindigkeit von 200 km pro Stunde.

Die Kritik wird gleich mitgeliefert. Hoher Verbrauch und dadurch kurze Fahrstecken bei sehr hohen Kaufpreisen. Mit einer Tonne weniger und dem Gegenwind angepasster Geschwindigkeit könnte man gut 500km weit fahren.

Welchen Zweck verfolgt man bei Audi? Will man beweisen, dass der Audi Fahrer lieber beim Verbrennungsmotor bleiben sollte?

Bahn statt Auto?

Neben der Covid 19 Thematik gibt es ja auch noch die anderen Themen.
Zum Beispiel das immer wieder dargestellte Verspätungsthema der Bahn. Eigentlich können wir mit deren Pünktlichkeit ganz zufrieden sein, denn mit dem Auto sind wir meist mit mehr Verspätung unterwegs. Aber da haben wir ja immer eine gute Begründung, die uns gefällt. Bei der Bahn bemerken wir hingegen kaum, wenn man rechtzeitig am Ziel ist.

Ein schöner Vorschlag in einer der vielen Diskussionsrunden um die Bewältigung der finanziellen Herausforderungen durch die Covid Krise in Deutschland ging in Richtung Autoverkehr.
Wenn man jetzt das Geld aus den Hilfspaketen wieder einsparen möchte könnte man doch auf die geplanten Straßen Neubauten verzichten. Neben dem Geld sparen wir auch gleich Verkehr ein. Denn alle wissen es ja, je mehr Straßen, desto mehr wird darauf gefahren.
Bei der Bahn argumentiert man meist noch anders herum. Da wir häufig gefragt, warum solle man denn eine Schiene bauen? Es fährt dann doch womöglich kaum jemand darauf.
Das ist sicher falsch, aber eine typische Begründung.

Leider werden auch viele Bahnlinien nicht erweitert, obwohl ein höherer Bedarf schon vorhanden ist. Typisch hier: Last Straßen bauen, weil die Züge zu voll sind. Da ist sogar etwas wahres dran, den Straßen sind schneller und billiger herzustellen.

Wenn also weniger Straßen neu gebaut würden, aber mehr Bahnstrecken, dann könnte die CO2 Belastung deutlich sinken. Seit Anfang des Jahres 2018 fahren alle Züge im Fernverkehr der Deutschen Bahn mit Ökostrom.