Kobalt Produktionsbedingungen im Kongo

Gerne wird von E-Auto Gegnern die Förderung von Kobalt bemängelt. Zu Recht wird darauf verwiesen, dass die Bedingungen unter denen Menschen, oft Kinder, den Rohstoff abbauen, sehr schlecht sind.

Da macht es Mut, dass sich ein Unternehmen wie Tesla mit seiner Einkaufskraft für bessere Arbeitsbedingungen einsetzt. Diesem Unternehmen traue ich durchaus zu, nicht nur auf die Kosten sondern auch auf die Lieferkette zu achten.
Zumindest laut dem heutigen Bericht unter electrive.net verändert die Regierung im Kongo seine Vorschriften zu den Arbeitsbedingungen. Ein wichtiger Schritt für menschenwürdige Arbeitsbedingungen meine ich.

Übermorgen sind wir nur noch 27

Es ist so weit, 31.1.2020 24:00 Uhr steigen die Briten aus.
Die gespürte Aufregung hält sich in Grenzen.
Partys kann ich nicht lokalisieren.
Die Wirtschaft scheint entspannt vorbereitet zu sein.

Ich bin einmal gespannt, wie es nach einem Monat aussieht.
Und ich bin auf die Diskussionen in Tansania gespannt. Die waren ja lange Zeit eine britische Kolonie und arbeien jetzt mit Europa, USA und China viel zusammen. Die interne Organisation empfinde ich aber immer noch irgendwie britisch.

Auch mit nur noch 27 EU Staaten ist die Einigung auf gemeinsame Wege ziemlich schwierig. Ich habe Hochachtung vor den im EUP verantwortlichen Politikern. Ob ich so lange Entscheidungswege durchhalten würde wage ich zu bezweifeln.

Buschbrände und Flut

In Australien brennt der Busch und und Indonesien fällt so viel Regen wie seit 1866 nicht mehr.
In Indonesien solle es sogar eine Behörde geben, die sich mit Wetterbeeinflussung befasst und nun versucht, die Regenfälle auf den Ozean um zu leiten. Ob die Australier auch irgendwie Wolken herbeizaubern wollen weiß ich aber nicht.

Parallel höre ich mir gerade ein Fachbuch an. (Schönburg, Alexander von Weltgeschichte to go) gelesen von Christoph Maria Herbst.
Darin wird spaßig die Fragen nach Geschichtsverständnis und unserer menschlichen Rolle auf diesem Planeten gestellt und beantwortet.Wir Menschen besiedeln den Patienten Erde erst seit sehr kurzer Zeit. Wir haben ihn aber auch ganz ordentlich verändert. Anders herum betrachtet sind die Veränderungen eigentlich hauptsächlich für uns wichtig – oder gefährlich, denn die Erde lebt auch nach uns weiter.

Und wenn wir denken, Asien und Australien sind doch weit weg, was kümmert es mich?
Dem seien die Investitionen in Regenwasserschutzanlagen vor Augen geführt, die auch bei uns in Norddeutschland schon seit Jahren laufen. Als Beispiel hier nur ein Pumpwerk in 2013 genannt.
Das Problem für und Schleswig Holsteiner Nordsee-Küstenbewohner ist, dass wir vermehrt das Regenwasser nicht mehr über alte Siele in die Nordsee ableiten können. Hier wird kräftig in Pumpwerke investiert. Diese brauchen Energie, Wartung und viel Geld.

Es gibt übrigens eine imponierende Simulationsseite, auf der man den Anstieg der Meeresspiegel auswählen kann und sich die dadurch überfluteten Gebiete darstellen lässt.
An der Küste in Niedersachsen und Holstein wird es schnell nass.

Türkei marschiert in Syrien ein

Gestern hat die lange erwartete türkische Offensive begonnen. Im Norden sollen die Kurden bekämpft werden. Aus Erdogans Sicht kann ich das sogar nachvollziehen. Ablenken von innenpolitischen Problemen und Vermindern der Gefahr einer zukünftig staerkeren kurdischen Minderheit in der Türkei. Das die Probleme sich mit Europa verstärken braucht er nicht zu erwarten, denn viel schlechter koennen die Beziehungen kaum werden. Und auf die NATO braucht er auch kaum noch Rücksicht zu nehmen, seit die Türkei sich bei Waffensystemen auch in Russland eindeckt.
Bleibt also Syrien als potentieller Gegner. Kann sich ein Staat leisten, dass der Nachbarstaat seine innenpolitischen Kämpfe auf syrisches Staatsgebiet ausweitet?
Was aber könnte Syrien tun? Kämpfen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Syrer noch aureichend Kapazität haben. Ausserdem glaube ich auch nicht daran, dass Syrien die syrischen Kurden unterstützen möchte.

Was leider vergessen wird ist, dass diese syrischen Kurden die erfolgreichsten Kämpfer gegen den IS in Syreien waren. Sie wurden mit deutschen Waffen ausgerüstet und von deutschen Offizieren ausgebildet. Sie wurden von der US Luftwaffe unterstützt. Sie haben den Kampf scheinbar gewonnen. Jetzt werden sie von ihren alten Partnern fallen gelassen. Das ist nicht nur unethisch sondern auch gefährlich. In Syrien könnte der IS sich wieder neu strukturieren. Und überall auf der Welt wird man sich zukünftig fragen ob sich eine strategische Partnerschaft mit westlichen Staaten langfristig lohnt.

Welchen deal Erdogan und Trump im Hintergrund laufen haben, das wird hoffentlich bald bekannt werden.